Partnerstadt St. Vallier

Die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde im Departement Saöne-et-Loire besteht seit 1992. Die Partnerschaftsurkunde wurde im September 1992 von den damaligen Bürgermeistern Marcel Bouteloup und Walter Hettinger unterzeichnet.

 

Saint-Vallier liegt im südlichen Burgund und bildet zusammen mit Le Creusot und Montceau-les-Mines einen Stadt- und Planungsverband. In der unmittelbaren Umgebung von Saint-Vallier befinden sich berühmte historische Orte wie Cluny mit der ehemaligen Benediktiner-Abtei, Paray-le-Monial mit der Cluny nachempfundenen Wallfahrtsbasilika und Autun, einer Stadt aus gallo-römischer Zeit, die einmal als „Schwester und Rivalin Roms“ bezeichnet wurde Die Anfänge der Gemeinde Saint-Vallier liegen im historischen Dunkel. Es wird berichtet, dass der römische General Valerius bei der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar hier mit seinem Heer bei einer bereits bestehenden kleinen Siedlung lagerte. Valerius trat zum Christentum über und wurde später heilig gesprochen. Von ihm erhielt der Ort den ursprünglichen Namen Sanctus Valerius. 


Mitten durch den Ort führte eine alte Handelsstraße von Lyon nach Autun; einzelne Teile davon sind heute noch zu besichtigen. Der Name Sanctus Valerius erscheint als Kirchspiel wieder in den Archiven des 11. Jahrhunderts.


Wie in anderen Dörfern des Landes litten auch die Einwohner von Saint-Vallier unter Pest, Hungersnöten, Religionskriegen, Wegelagerern und nichtendenwollenden Streitigkeiten von rivalisierenden adligen Grundbesitzern. Im 11. Jahrhundert zählte das Dorf 500 Einwohner.


Die Kohleförderung in Monceau, Sanvignes, Blanzy und Saint-Vallier setzte voll im 19. Jahrhundert ein. Sie führte zum Zustrom vieler Arbeiter mit deren Familien aus der Umgebung. Zeugen hiervon sind die Bergarbeitersiedlungen vor allem im Stadtteil Les Gautherets. Inzwischen ist die letzte Zeche geschlossen worden, u. a. auch deshalb, weil man gegenüber den nordfranzösischen Bergwerken nicht mehr konkurrenzfähig war. Heute zählt die Gemeinde in den vier Stadtteilen: Le Bourg, Les Goujons, Les Bois-Francs und Les Gaut-herets etwas über 10.000 Einwohner. Mit 2.461 ha ist Saint-Vallier flächenmäßig eine der größten Kommunen Frankreichs. Die Zersplitterung des Siedlungsgebietes und die Nähe von attraktiven Nachbargemeinden deuten auch gleichzeitig auf kommunale Probleme der Gemeinde hin.

 

Die Pflege der Beziehungen zwischen Wallerfangen und Saint-Vallier wird vom Verein zur Förderung der Partnerschaft Wallerfangen / Saint Vallier wahrgenommen.
Der Verein bemüht sich mit Erfolg insbesondere um den Austausch von Vereinen und Gruppen: sportliche Begegnungen, gegenseitige Besuche von Schulklassen, Konzerte, Sprachkurse, Wanderungen, Ausflüge in die nähere Umgebung, usw...
Im Laufe der Jahre ist es zu vielen persönlichen Kontakten gekommen; die Unterbringung von Besuchern erfolgt in beiden Gemeinden überwiegend in Privatquartieren.

Die Zahl der Besucher und auch die Zahl der interessierten Vereinsmitglieder hat ständig zugenommen, der Verein wirbt aber weiterhin um neue Mitglieder. Zur Zeit ist ein Vorhaben in Planung, das interessierten Besuchern aus Saint-Vallier Kenntnisse der deutschen Sprache vermitteln wird. Besonders erfreulich ist auch der rege Schüleraustausch, der von Rektoren und Lehrern engagiert begleitet und vom Verein besonders finanziell gefördert wird.

Saint-Vallier hatte in den 1920-er Jahren eine Einwanderungswelle von polnischen Bergleuten zu verzeichnen, die (ähnlich wie im Ruhrgebiet) in den Zechen um Saint-Vallier Arbeit suchten. Die polnische Folkloregruppe „Polonia“ pflegt noch heute Musik, Tänze und Brauchtum der ehemaligen Heimat.

 

Mit der polnischen Stadt Rybnik unterhält Saint-Vallier eine weitere Partnerschaft, ebenso mit Camaiore in Italien. Als Präsident des französischen Partnerschaftkomitees fungiert  Monsieur Julien Garcon. Auf Wallerfanger Seite ist Bürgermeister Günter Zahn Präsident des Fördervereins. Seit einigen Jahren führt Angelika Wiltz den Vorsitz im Förderverein. Der Förderverein erhält seine Mittel aus einem jährlichen Zuschuss aus dem Haushalt der Gemeinde sowie Mitgliedsbeiträgen.

 

 

 

 

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